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New Work

So verändert KI unsere Arbeitsstrukturen

Wie sehen die Chancen und Herausforderungen digitalen Arbeitens aus? Die Rollen, Strukturen und Bedingungen am Arbeitsplatz ändern sich.

Papierberge, starre Arbeitszeiten, feste Arbeitsorte sowie große Projekte, die in den Händen weniger Mitarbeiter liegen – das war gestern. Jetzt heißt es: Big Data, Homeoffice und Crowdworking. Künstliche Intelligenz (KI) bestimmt das Arbeitssystem der Zukunft: New Work wird die moderne Arbeitsweise im Zeitalter der Digitalisierung genannt, die durch Vernetzung geprägt ist. Unsere herkömmliche Art zu arbeiten verändert sich maßgeblich.

Wie verändert KI unsere Arbeitsstrukturen?

Es bestehen Befürchtungen, dass intelligente Roboter die Arbeit des Menschen vollständig ersetzen werden. Doch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können auch neue Arbeitsplätze entstehen, die umfassende fachliche Qualifikationen erfordern. Zugleich übernehmen Maschinen lästige Routinearbeiten und entlasten damit die Menschen, erklärt Shirley Ogolla, Wissenschaftlerin in den Forschungsbereichen Internetbasierte Innovation sowie Internet Policy und Governance am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin.

Laut der Forscherin und ZEIT Akademie-Expertin verändere der zunehmende Einsatz von KI die Rollen, Prozesse, Strukturen und Bedingungen am Arbeitsplatz. Vor allem für Freiberufler lassen sich gegenwärtig bereits umfassende Veränderungen beobachten. Hier erobern zunehmend Strukturen in Form von Microtasking, Crowdworking und Gigworking das Arbeitsleben.

Chancen digitalen Arbeitens

Shirley Ogolla bezieht sich auf die Forschungen der US-amerikanischen Betriebswirtschaftler Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, die sich mit den Auswirkungen moderner Technologien auf die Wirtschaft beschäftigen. Das Forscherteam erwartet eine Veränderung im Ausmaß einer weiteren industriellen Revolution, die viele neue Möglichkeiten für eine Reorganisation der Arbeitsprozesse eröffnen wird.

  • mehr Inklusion und Empowerment für die Beschäftigten
  • die Entlastung von lästigen Routineaufgaben
  • die Entwicklung neuer Fähigkeiten
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Herausforderungen digitaler Arbeit

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz ermöglicht eine bisher noch nie dagewesene Distanz zwischen Arbeitnehmern und Unternehmensführung. Lieferanten von Speisen bekommen Ihre Anweisungen beispielsweise über eine App, die gleichzeitig auch ihre Arbeitszeiten erfasst und ihre Abrechnungen regelt. Es erfolgt also eine physische Isolation der Arbeitnehmer, auch untereinander. Immer häufiger kommt es vor, dass Arbeitsbedingungen vor Aufnahme der Tätigkeiten unzureichend geklärt werden. Ob es sich um eine Festanstellung oder eine freiberufliche Tätigkeit handelt, ist manchmal nicht mehr ersichtlich. Bei solch schwammigen Arbeitsverhältnissen ist ein ausreichender Arbeitsschutz sowie eine soziale Absicherung kaum zu gewährleisten.

In diesen Bereichen müssen in Zukunft Lösungen gefunden werden, damit Microtasking, Crowdworking und Gigworking auch immer mit sozialer Absicherung und Arbeitsschutz vereinbar sind. Und damit New Work auch Good Work bedeutet.

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