Seminar Weltliteratur

Weltliteratur

Klassiker des 20. Jahrhunderts
Mit Prof. Dr. Sandra RichterVideoseminar mit 14 Lektionen, 410 Minuten
Das lernen Sie in diesem Seminar

Inhalt

Von Europa bis Amerika. Von Camus bis Hemingway: Entdecken sie die vielseitige Weltliteratur des 20. Jahrhunderts! Lernen Sie die bedeutendsten internationalen Autoren des 20. Jahrhunderts kennen – die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sandra Richter begibt sich auf eine faszinierende literarische Weltreise und stellt in 14 Video-Lektionen große Werke bekannter Schriftsteller vor. Es geht nach Afrika, Asien, Nord- und Südamerika – und natürlich in die europäischen Literaturmetropolen. Auf diese Weise können Sie Autoren und Romane, die in ihren Heimatländern und Heimatkulturen eine herausragende Stellung einnehmen, für sich entdecken. Zugleich können Sie bekannte und vertraute Autoren neu bewerten. Original Audio- und Videoauszüge aus den Reden der Literaturnobelpreisträger vervollständigen die spannenden Vorlesungen.
Das lernen Sie in diesem Seminar

Lektionen

01

Was ist Weltliteratur?

Die Welt rückt zusammen. Die Literatur erweist sich seit ihrer Erfindung als Seismograf dieser Entwicklung: Sie schildert Globalisierungsgewinner und -verlierer ebenso wie typische und außergewöhnliche Geschichten der globalisierten Welt. Prof. Dr. Sandra Richter gibt einleitend einen Überblick über den Begriff, die Herausforderungen und die Chancen der Weltliteratur. Die Welt rückt zusammen. Die Literatur erweist sich seit ihrer Erfindung als Seismograf dieser Entwicklung: Sie schildert Globalisierungsgewinner und -verlierer ebenso wie typische und außergewöhnliche Geschichten der globalisierten Welt. Prof. Dr. Sandra Richter gibt einleitend einen Überblick über den Begriff, die Herausforderungen und die Chancen der Weltliteratur.
02

Amerika: Ernest Hemingway

Auf der Suche nach der letzten Grenze – so lässt sich ein erheblicher Teil der amerikanischen Literatur durchaus klischeehaft beschreiben. Einwanderer-Prosa sowie Abenteuer- und Spionageromane bestimmten diese Literatur im 18. und 19. Jahrhundert. Die Dozentin folgt Ernest Hemingway in seinen Rollen als Reporter, Kriegsberichterstatter, Großwildjäger, Boxer und Soldat durch das 20. Jahrhundert. Auf der Suche nach der letzten Grenze – so lässt sich ein erheblicher Teil der amerikanischen Literatur durchaus klischeehaft beschreiben. Einwanderer-Prosa sowie Abenteuer- und Spionageromane bestimmten diese Literatur im 18. und 19. Jahrhundert. Die Dozentin folgt Ernest Hemingway in seinen Rollen als Reporter, Kriegsberichterstatter, Großwildjäger, Boxer und Soldat durch das 20. Jahrhundert.
03

Jüdische Diaspora: Isaac Bashevis Singer

Die jüdische Literatur ist möglicherweise die kleinste und zugleich globalste Literatur der Welt. Sie erlebte ihre produktivste Zeit in den Ghettos von Warschau und Prag vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Dozentin beleuchtet das Leben und Wirken von einem der wichtigsten Autoren der jüdischen Diaspora, Isaac Bashevis Singer, der auch als Prophet des Jiddischen betrachtet werden kann. Die jüdische Literatur ist möglicherweise die kleinste und zugleich globalste Literatur der Welt. Sie erlebte ihre produktivste Zeit in den Ghettos von Warschau und Prag vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Dozentin beleuchtet das Leben und Wirken von einem der wichtigsten Autoren der jüdischen Diaspora, Isaac Bashevis Singer, der auch als Prophet des Jiddischen betrachtet werden kann.
04

Jüdisches und afroamerikanisches Amerika: Saul Bellow und Toni Morrison

Amerika kennt viele Literaturen, darunter die jüdisch-amerikanische und die afroamerikanische. Beide gehen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Prof. Dr. Sandra Richter geht auf die berühmtesten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts, Saul Bellow und Toni Morrison, ein und zeigt das Spannungsverhältnis zwischen dem amerikanischen Mainstream und seinen literarischen Provinzen. Amerika kennt viele Literaturen, darunter die jüdisch-amerikanische und die afroamerikanische. Beide gehen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Prof. Dr. Sandra Richter geht auf die berühmtesten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts, Saul Bellow und Toni Morrison, ein und zeigt das Spannungsverhältnis zwischen dem amerikanischen Mainstream und seinen literarischen Provinzen.
05

Frankreich: Albert Camus und Jean-Paul Sartre

Frankreich und insbesondere Paris gelten oft als das literarische Zentrum der Welt. Literatur ist in Frankreich zumeist auch Philosophie, philosophische Literatur oder literarische Philosophie. Die Dozentin zeigt die Wechselbezüge von Philosophie, Literatur und Politik durch das Leben und die Werke von zwei wichtigen Autoren: Albert Camus und Jean-Paul Sartre. Frankreich und insbesondere Paris gelten oft als das literarische Zentrum der Welt. Literatur ist in Frankreich zumeist auch Philosophie, philosophische Literatur oder literarische Philosophie. Die Dozentin zeigt die Wechselbezüge von Philosophie, Literatur und Politik durch das Leben und die Werke von zwei wichtigen Autoren: Albert Camus und Jean-Paul Sartre.
06

Portugal: José Saramago und António Lobo Antunes

Portugal, das ehemalige Weltreich, ist heute ein kleines Land mit großer Literatur – ein Land, dessen Literatur über die Jahrhunderte an allen wesentlichen Epochen mitteleuropäischer Literaturentwicklung teilhatte oder diese sogar maßgeblich prägte. Prof. Dr. Sandra Richter beleuchtet zwei Autoren, die für eine Literatur stehen, die drängende Fragen Portugals und der Menschheit darstellen will. Portugal, das ehemalige Weltreich, ist heute ein kleines Land mit großer Literatur – ein Land, dessen Literatur über die Jahrhunderte an allen wesentlichen Epochen mitteleuropäischer Literaturentwicklung teilhatte oder diese sogar maßgeblich prägte. Prof. Dr. Sandra Richter beleuchtet zwei Autoren, die für eine Literatur stehen, die drängende Fragen Portugals und der Menschheit darstellen will.
07

Südamerika: Gabriel García Márquez, Octavio Paz und Mario Vargas Llosa

Indio-Tradition, Kolonialherrschaft und Kampf um Eigenständigkeit bestimmen die Literaturen Südamerikas. Zu den wichtigsten Autoren zählen der Kolumbianer Gabriel García Márquez, der Mexikaner Octavio Paz und der Peruaner Mario Vargas Llosa, allesamt Nobelpreisträger. Die Literaturprofessorin thematisiert das politische wie literarische Wirken dieser Autoren. Indio-Tradition, Kolonialherrschaft und Kampf um Eigenständigkeit bestimmen die Literaturen Südamerikas. Zu den wichtigsten Autoren zählen der Kolumbianer Gabriel García Márquez, der Mexikaner Octavio Paz und der Peruaner Mario Vargas Llosa, allesamt Nobelpreisträger. Die Literaturprofessorin thematisiert das politische wie literarische Wirken dieser Autoren.
08

Islamische Welt: Nagib Mahfuz und Orhan Pamuk

Islamische Länder sind in aller Regel alte Schriftkulturen mit umfangreicher Literatur. Als älteste kann wohl die ägyptische gelten, als vergleichsweise junge die türkische. Ägyptische Grabinschriften und Papyri datieren auf die Jahre von circa 2800 vor bis 300 nach Christus. Prof. Dr. Sandra Richter widmet sich dem ägyptischen Nobelpreisträger Nagib Mahfuz und dem türkischen Autor Orhan Pamuk. Islamische Länder sind in aller Regel alte Schriftkulturen mit umfangreicher Literatur. Als älteste kann wohl die ägyptische gelten, als vergleichsweise junge die türkische. Ägyptische Grabinschriften und Papyri datieren auf die Jahre von circa 2800 vor bis 300 nach Christus. Prof. Dr. Sandra Richter widmet sich dem ägyptischen Nobelpreisträger Nagib Mahfuz und dem türkischen Autor Orhan Pamuk.
09

Russland: Boris Pasternak, Alexander Solschenizyn und Joseph Brodsky

Mit der russischen Literatur wird einerseits die unendliche Weite des Landes assoziiert, andererseits die Geschichte von Diktatur und Repression. Tatsächlich spiegeln die weltweit ausgezeichneten Texte genau das. Die Dozentin thematisiert drei der wichtigsten Autoren Russlands und erläutert anschaulich, wie die Werke durch Geschichte und Politik geprägt wurden. Mit der russischen Literatur wird einerseits die unendliche Weite des Landes assoziiert, andererseits die Geschichte von Diktatur und Repression. Tatsächlich spiegeln die weltweit ausgezeichneten Texte genau das. Die Dozentin thematisiert drei der wichtigsten Autoren Russlands und erläutert anschaulich, wie die Werke durch Geschichte und Politik geprägt wurden.
10

China: Gao Xingjian und Mo Yan

In der chinesischen Literaturgeschichte ist parallel zu den Literaturen des Westens eine eigenständige entstanden, die sowohl Traditionen des Herrscherlobs als auch moderne Text-Experimente kennt. Prof. Dr. Sandra Richter stellt Werke des Nobelpreisträgers Mo Yan vor und geht auf die Werke des im China der Kulturrevolution inhaftierten Autors Gao Xingjian ein. In der chinesischen Literaturgeschichte ist parallel zu den Literaturen des Westens eine eigenständige entstanden, die sowohl Traditionen des Herrscherlobs als auch moderne Text-Experimente kennt. Prof. Dr. Sandra Richter stellt Werke des Nobelpreisträgers Mo Yan vor und geht auf die Werke des im China der Kulturrevolution inhaftierten Autors Gao Xingjian ein.
11

Afrika: Nadine Gordimer und J. M. Coetzee

Lange wurde die afrikanische Literatur nur mündlich überliefert – und schließlich doch niedergeschrieben, etwa von Missionaren oder Ethnologen. Sie zählt zu den großen unbekannten Literaturen der Welt und so bietet die Dozentin besonders spannende Einblicke: mit den Texten von Nadine Gordimer, die sich gegen die Apartheid engagierte, und den Werken des Nobelpreisträgers John Maxwell Coetzee. Lange wurde die afrikanische Literatur nur mündlich überliefert – und schließlich doch niedergeschrieben, etwa von Missionaren oder Ethnologen. Sie zählt zu den großen unbekannten Literaturen der Welt und so bietet die Dozentin besonders spannende Einblicke: mit den Texten von Nadine Gordimer, die sich gegen die Apartheid engagierte, und den Werken des Nobelpreisträgers John Maxwell Coetzee.
12

Vereinigtes Königreich: James Joyce, Samuel Beckett und Seamus Heaney

Sagen des Mittelalters, Drama, Versdichtung der Frühen Neuzeit: Die Literatur des Vereinigten Königreichs hat eine imposante Tradition aufzuweisen. Im 20. Jahrhundert fallen dabei vor allem Autoren aus Irland auf, so auch James Joyce, Samuel Beckett und Seamus Heaney. Prof. Dr. Sandra Richter analysiert Texte der drei Autoren und veranschaulicht die Geschichte hinter diesen Werken. Sagen des Mittelalters, Drama, Versdichtung der Frühen Neuzeit: Die Literatur des Vereinigten Königreichs hat eine imposante Tradition aufzuweisen. Im 20. Jahrhundert fallen dabei vor allem Autoren aus Irland auf, so auch James Joyce, Samuel Beckett und Seamus Heaney. Prof. Dr. Sandra Richter analysiert Texte der drei Autoren und veranschaulicht die Geschichte hinter diesen Werken.
13

Indien: Rabindranath Tagore, V. S. Naipaul und Salman Rushdie

Die indische Literatur ist so vielfältig wie das Land und so streitbar wie ihre Vertreter, von denen nicht wenige Indien längst verlassen haben. Die Dozentin widmet sich dem sogenannten »indischen Goethe«, dem ersten Nobelpreisträger des Landes: Rabindranath Tagore. Außerdem stellt sie die autofiktionalen Romane von V. S. Naipaul sowie die Texte von Salman Rushdie vor. Die indische Literatur ist so vielfältig wie das Land und so streitbar wie ihre Vertreter, von denen nicht wenige Indien längst verlassen haben. Die Dozentin widmet sich dem sogenannten »indischen Goethe«, dem ersten Nobelpreisträger des Landes: Rabindranath Tagore. Außerdem stellt sie die autofiktionalen Romane von V. S. Naipaul sowie die Texte von Salman Rushdie vor.
14

Wie werden deutsche Schriftsteller zu Weltautoren?

Einen Kanon der Weltliteratur gibt es nicht – nur gute Gründe, einen Text für die weltweite Lektüre zu empfehlen. Und doch wird bei einigen Texten sehr deutlich, dass es sich um Weltliteratur handeln muss. Prof. Dr. Sandra Richter zeigt, vor welchen Herausforderungen deutsche Schriftsteller als Weltautoren stehen und unter welchen Aspekten Weltliteratur entstehen kann. Einen Kanon der Weltliteratur gibt es nicht – nur gute Gründe, einen Text für die weltweite Lektüre zu empfehlen. Und doch wird bei einigen Texten sehr deutlich, dass es sich um Weltliteratur handeln muss. Prof. Dr. Sandra Richter zeigt, vor welchen Herausforderungen deutsche Schriftsteller als Weltautoren stehen und unter welchen Aspekten Weltliteratur entstehen kann.

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Über die Dozenten

 PROF. DR. SANDRA RICHTER
PRÄSENTIERT VON

PROF. DR. SANDRA RICHTER

Sandra Richter habilitierte im Bereich Sprach-, Literatur und Medienwissenschaften an der Universität Hamburg. Sie lehrt Neuere Deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und seit 2011 ist sie Mitglied des Wissenschaftsrates, der die Bundesregierung in Fragen der Hochschulpolitik berät. Sandra Richter erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem 2005 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2012 ist sie ebenfalls Mitglied im Steering Committee des Euroscience Open Forum Dublin 2012.
ULRICH GREINER
IM GESPRÄCH MIT

ULRICH GREINER

Ulrich Greiner studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissen schaften an den Universitäten Frankfurt und Tübingen. Seit 1980 Literaturredakteur bei der ZEIT, verantwortete Greiner von 1986 bis 1995 das Feuilleton. Der Herausgeber des ZEIT-Literaturmagazins agiert seit 2011 als Präsident der Freien Akademie der Künste Hamburg. Als Gastprofessor lehrte er in Hamburg, Essen, Göttingen und St. Louis. Seine jüngsten Buchveröffentlichungen sind »Ulrich Greiners Leseverführer« (2005) und »Ulrich Greiners Lyrikverführer«(2009)

Trailer und Begleitbuch

Ein Blick in das Seminar
Das Seminar besteht aus Lektionen im Videoformat und einem Kurs- und Begleitbuch. Hier finden Sie einige Ausschnitte aus dem Seminar sowie eine Leseprobe des Buches im pdf-Format.
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Weltliteratur Begleitbuch
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Im Begleitbuch »Weltliteratur« werden die Inhalte des Seminars kompakt zusammengefasst.

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