Akademie-Brief PHILOSOPHIE

Verantwortung

15. April 2011

Liebe Akademie-Teilnehmer,

im neuen ZEIT Akademie-Brief Philosophie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Philosophie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.

Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie

Aktuell: Verantwortung

„Keine Verantwortung ohne Freiheit“ – so heißt es im Titel der zwölften Lektion unseres Philosophie-Seminars. Gibt es aber auch Möglichkeiten, Verantwortung und Determinismus miteinander zu versöhnen? – Zum Gespräch mit dem Harvard-Philosophen Thomas Scanlon kamen unsere Autoren zu spät. Über die Frage, wer daran Schuld hat, entwickelte sich eine Diskussion über Freiheit, Verantwortung und Freundschaft.

Lesen Sie dazu auf ZEIT ONLINE: "Ich bin Philosoph, kein Orakel"

[Zum Artikel...]

Literatur zum Thema

Kurt Bayertz (Hg.): Verantwortung: Prinzip oder Problem? Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995. (Antiquarisch erhältlich)

Julian Nida-Rümelin: Verantwortung. Reclam, Ditzingen 2011. (Erscheint am 1. Juni dieses Jahres)

Michael Pauen, Gerhard Roth: Freiheit, Schuld und Verantwortung: Grundzüge einer naturalistischen Theorie der Willensfreiheit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008.

Expertenforum: Im Dialog mit dem Experten

Frage:
„Alternativlos" ist das Unwort des Jahres - gibt es solche Handlungen, und wenn ja, was bedeuten sie für die Verantwortlichkeit von Personen?

Antwort:
„Wenn Politiker oder sonstige Verantwortungsträger von ,alternativlosen' Entscheidungen sprechen, wollen sie damit meist nicht zu verstehen geben, dass sie dafür nicht verantwortlich zu machen sind; vielmehr geht es ihnen darum, ihre Entscheidung als die einzig richtige zu rechtfertigen. ,Alternativlos' bezieht sich dann auch weniger auf die Anzahl der übrigen Optionen, als vielmehr deren qualitative Verwendbarkeit in Rechtfertigungen: Alle anderen Handlungsoptionen, so wird suggeriert, sind offenkundig schlechter.“

Die ausführliche Antwort finden Sie im ZEIT Akademie Expertenforum.

Umfrage: Was sagen Sie?

Verantwortung spielt bei der alltäglichen Bewertung eigener wie fremder Handlungen eine wichtige Rolle. Aber wie lässt sich diese Verantwortung einordnen, wenn wir uns als allumfassend determiniert begreifen? Sind wir unter bestimmten Bedingungen auch dann schuldfähig, selbst wenn wir gar nicht anders haben handeln können?
Ja. Verantwortung bestimmt sich nicht über die Möglichkeit freier Wahl, sondern richtet sich nach dem Charakter des Handelnden
28%
Nein. Wer auf sein Handeln ohne jede Eingriffsmöglichkeit festgelegt ist, sollte nicht verantwortlich gemacht werden können
15%
Unabhängig vom Verantwortungsbegriff gibt es gesellschaftlich gute Gründe, auch vollkommen determinierte Handlungen zu bestrafen
57%
Gesamtstimmen: 75

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