Liebe Akademie-Teilnehmer,
im neuen ZEIT Akademie-Brief Philosophie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Philosophie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.
Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie
Aktuell: Das Böse
„Man sollte nichts tun, was einer Person Grund gibt, sich gedemütigt zu fühlen“ – mithilfe dieses Prinzips unterscheidet Prof. Julian Nida-Rümelin in Lektion 10 des ZEIT Akademie-Seminars moralische von unmoralischen Handlungen. Blickt man jedoch auf die mit Exzessen der Grausamkeit reich angefüllte Geschichte der Menschheit, stellt sich unweigerlich die Frage, ob es neben unmoralischem, schlechtem oder falschem Tun nicht auch schlichtweg böse Handlungen gibt.
Woher stammt die Lust an der Vernichtung anderer? Lesen Sie dazu ein Gespräch mit Englands Kult-Marxisten Terry Eagleton über sein neues Buch „Das Böse" auf ZEIT ONLINE.
[Zum Artikel...]
Literatur zum Thema
Terry Eagleton: Das Böse.
Ullstein, Berlin 2011.
Susan Neiman: Das Böse denken: Eine andere Geschichte der Philosophie.
3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt 2006.
Rüdiger Safranski: Das Böse: Oder das Drama der Freiheit.
9. Auflage. Fischer, Frankfurt 1999.
Expertenforum: Im Dialog mit dem Experten
Frage:
Können Sie mir den Unterschied zwischen dem Streben nach Wahrhaftigkeit und der Wahrheitsliebe erklären? Und was, meinen Sie, ist moralisch „einwandfreier" zu leben?
Antwort:
„Wenngleich das genaue Verhältnis zwischen beiden Tugenden sicherlich mannigfaltig interpretiert werden kann, schlage ich vor, eine Überschneidung anzunehmen, nach der Wahrheitsliebe gegenüber der Wahrhaftigkeit die besondere Tugend darstellt. Wahrhaftigkeit steht dem folgend im engen Verhältnis zur Integrität eines Menschen: Wer nach denjenigen Werten lebt, die er selbst auch vertritt, handelt wahrhaft und verdient es, integer genannt zu werden. Darunter fällt auch die Ehrlichkeit als eine Form der Wahrheitsliebe.“
Die ausführliche Antwort finden Sie im ZEIT Akademie Expertenforum.


