Akademie-Brief PHILOSOPHIE

Das Böse

26. Mai 2011

Liebe Akademie-Teilnehmer,

im neuen ZEIT Akademie-Brief Philosophie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Philosophie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.

Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie

Aktuell: Das Böse

„Man sollte nichts tun, was einer Person Grund gibt, sich gedemütigt zu fühlen“ – mithilfe dieses Prinzips unterscheidet Prof. Julian Nida-Rümelin in Lektion 10 des ZEIT Akademie-Seminars moralische von unmoralischen Handlungen. Blickt man jedoch auf die mit Exzessen der Grausamkeit reich angefüllte Geschichte der Menschheit, stellt sich unweigerlich die Frage, ob es neben unmoralischem, schlechtem oder falschem Tun nicht auch schlichtweg böse Handlungen gibt.

Woher stammt die Lust an der Vernichtung anderer? Lesen Sie dazu ein Gespräch mit Englands Kult-Marxisten Terry Eagleton über sein neues Buch „Das Böse" auf ZEIT ONLINE.

[Zum Artikel...]

Literatur zum Thema

Terry Eagleton: Das Böse.
Ullstein, Berlin 2011.

Susan Neiman: Das Böse denken: Eine andere Geschichte der Philosophie.
3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt 2006.

Rüdiger Safranski: Das Böse: Oder das Drama der Freiheit.
9. Auflage. Fischer, Frankfurt 1999.

Expertenforum: Im Dialog mit dem Experten

Frage:
Können Sie mir den Unterschied zwischen dem Streben nach Wahrhaftigkeit und der Wahrheitsliebe erklären? Und was, meinen Sie, ist moralisch „einwandfreier" zu leben?

Antwort:
„Wenngleich das genaue Verhältnis zwischen beiden Tugenden sicherlich mannigfaltig interpretiert werden kann, schlage ich vor, eine Überschneidung anzunehmen, nach der Wahrheitsliebe gegenüber der Wahrhaftigkeit die besondere Tugend darstellt. Wahrhaftigkeit steht dem folgend im engen Verhältnis zur Integrität eines Menschen: Wer nach denjenigen Werten lebt, die er selbst auch vertritt, handelt wahrhaft und verdient es, integer genannt zu werden. Darunter fällt auch die Ehrlichkeit als eine Form der Wahrheitsliebe.“

Die ausführliche Antwort finden Sie im ZEIT Akademie Expertenforum.

Umfrage: Was sagen Sie?

Ist es sinnvoll, ein Wollen anzunehmen, dass um der eigenen Schlechtigkeit willen erstrebt wird? Oder haben wir es hier vielmehr mit einem bloßen Kampfbegriff zu tun, da niemand sein eigenes Tun als vollkommen ungerechtfertigt verstehen kann?
Ja, denn viele Menschen handeln schlecht, aber einige tun dies zusätzlich im Bewusstsein der Schlechtigkeit ihrer Handlungen.
55%
Nein, denn niemand wird das Schlechte um des Schlechten willen tun.
7%
Handlungen können böse sein, jedoch nicht im Sinne bewusster Schlechtigkeit, sondern im Sinne falscher Wertvorstellungen.
39%
Gesamtstimmen: 75

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