Akademie-Brief ÖKONOMIE

Wirtschaftswachstum

8. April 2011

Liebe Akademie-Teilnehmer,

im neuen ZEIT Akademie-Brief Ökonomie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Ökonomie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.

Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie

Aktuell: Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum – für viele Politiker ein zentrales Ziel. Das Bekenntnis dazu fehlt in keiner Bundestagsrede, denn Wachstum verspricht mehr Wohlstand, mehr Reichtum und mehr Arbeit. Doch angesichts des Klimawandels steigt die Zahl der Skeptiker: Wie soll die Wirtschaft den Verbrauch von Öl, Kohle und anderen Rohstoffen senken, wenn sie gleichzeitig immer weiter wächst? Müssen wir uns im Westen beschränken, damit das Ökosystem Erde die Industrialisierung der Entwicklungsländer verkraften kann? Wachstumsbefürworter leugnen die Gefahren nicht, doch sie vertrauen auf den Erfindergeist des Menschen: Nur durch Wachstum könnten neue, grüne Technologien entstehen, die Wachstum und Umweltschutz zusammenbringen.

Lesen Sie dazu aktuelle Artikel aus ZEIT und Handelsblatt:

ZEIT ONLINE: Darf unsere Wirtschaft noch wachsen?

Handelsblatt: Wachstum – Segen oder Verderben?

Literatur zum Thema

"Wohlstand ohne Wachstum: Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt"
Tim Jackson
Oekom Verlag, 2011

"Exit – Wohlstand ohne Wachstum"
Meinhard Miegel
Propyläen Verlag, 2010

"Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus"
Karl-Heinz Paqué
Hanser Wirtschaft, 2010

Expertenforum: Im Dialog mit den Experten

Frage:
Wieso ist es ein wirklicher Gewinn, wenn einfach nur mehr produziert wird? Wenn Land A und Land B genug produzieren und die Menschen sich gesund ernähren und ausreichend kleiden können, wozu braucht man dann Wachstum?

Antwort:
"Wachstum entsteht oft gar nicht unbedingt aus dem Wunsch, mehr zu verdienen, sondern aus dem urmenschlichen Bedürfnis, besser zu werden: Ein Pharmazeut will ein besseres Medikament erfinden und ein Werkzeugmacher praktischere Werkzeuge herstellen. Wachstum bedeutet also nicht zwangsläufig 'mehr', sondern oft einfach 'neu' und 'besser'. Die Menschheit entwickelt sich immer weiter und niemand möchte an dem Punkt stehenbleiben, an dem er steht. Doch zwischen kulturellem und wirtschaftlichem Fortschritt lässt sich nicht trennen – man kann nicht das eine fördern und das andere stoppen. Und so, wie das menschliche Können immer besser wird, so wird auch unser wirtschaftlicher Output immer wertvoller."

Umfrage: Was denken Sie?

Klimawandel, weltweite Ungleichheit, Massenarbeitslosigkeit – werden die drängendsten Probleme der Menschheit durch Wachstum positiv oder negativ beeinflusst? Kann und darf die Wirtschaft der westlichen Welt noch wachsen?
Ja, denn ohne Wachstum wäre der Gewinn des einen zwangsläufig der Verlust des anderen.
41%
Nein, denn weltweite Gerechtigkeit kann es nur geben, wenn sich der Westen zugunsten der armen Länder beschränkt.
59%
Gesamtstimmen: 70

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