Akademie-Brief ÖKONOMIE

Staatsverschuldung

29. April 2011

Liebe Akademie-Teilnehmer,

im neuen ZEIT Akademie-Brief Ökonomie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Ökonomie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.

Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie

Aktuell: Staatsverschuldung

Im letzten Jahr war es soweit: Die Schulden des deutschen Staates durchbrachen die Zwei-Billionen-Euro-Marke. Doch wie schlimm ist das tatsächlich? Über kaum ein Thema streiten Ökonomen so gerne und ausgiebig – besonders nachdem unsere EU-Nachbarn in Griechenland, Irland und Portugal gerade in eine große Schuldenkrise gerutscht sind. Kritiker monieren, dass Staatsschulden den politischen Spielraum einengen, den Staat von den Kapitalmärkten abhängig machen und unsere Nachfahren belasten. Doch gäbe es keine Staatsschulden – wie und wo sollten wir unsere gigantischen Summen an Erspartem anlegen? Schließlich sind es wir, die dem Staat das Geld leihen.

Lesen Sie dazu aktuelle Artikel aus ZEIT und Handelsblatt:

ZEIT ONLINE: Weltwirtschaft – Auf der Kippe

Handelsblatt: Die Schuldenbremse reicht nicht

Literatur zum Thema

"Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft"
Kai Konrad und Holger Zschäpitz
Beck Verlag, 2010.

"Das Janusgesicht der Staatsschulden"
Carl Christian von Weizsäcker
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juni 2010.

"Ohne Schulden läuft nichts"
Thomas Strobl
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2010.

Expertenforum: Im Dialog mit den Experten

Frage:
"Wenn die Rechnungslegung des deutschen Staates neben den Schulden auch das Vermögen auswiese, würde dann immer noch eine Überschuldung festgestellt?"

Antwort:
"Wer die Schuldenlast verschiedener Staaten miteinander vergleicht, schaut meist auf das Verhältnis von Schuldenstand und Wirtschaftsleistung. Doch dieses Vorgehen lässt völlig außer Acht, welche Vermögenswerte den Schulden gegenüberstehen. Einem Land, das viele intakte Bürogebäude, Schulen und Straßen besitzt, sollte aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht ein höherer Schuldenstand erlaubt sein als einem Land mit maroder Infrastruktur."

Die ausführliche Antwort finden Sie im ZEIT Akademie Expertenforum.

Umfrage: Was denken Sie?

Wie gefährlich sind Staatsschulden - für unseren Wohlstand, für unsere Zukunft, für die Einheit Europas? Und was sollte die Politik tun?
Die öffentlichen Haushalte sollten nicht mehr ausgeben dürfen, als sie einnehmen. Die Altschulden müssen jetzt abgebaut werden.
32%
Um Krisen bewältigen zu können, müssen Staatsschulden jederzeit möglich sein – aber immer im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung.
62%
Staatsschulden haben auch Vorteile, denn sie dienen uns als sichere Anlageform für Renten und Vermögen.
6%
Gesamtstimmen: 68

[Zurück zur Übersicht]

DVD-Seminare

Folgende Themen stehen als DVD-Seminar zur Auswahl:

Online-Seminar

Das Ökonomie-Seminar der ZEIT Akademie als Onlinekurs.

[Weitere Informationen]

Professoren

Hier gibt es alle Informationen zu Ihren Dozenten

[Weitere Informationen]