Liebe Akademie-Teilnehmer,
im neuen ZEIT Akademie-Brief zum Thema Ökonomie informieren wir Sie mit aktuellen Artikeln rund um die Themen des Ökonomie-Seminars und sind gespannt auf Ihre Meinung zu unserer heutigen Umfrage.
Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie
Aktuell: Bruttoinlandsprodukt
Den Wohlstand eines Landes messen Ökonomen meist mit dem Bruttoinlandsprodukt – dem Wert aller Waren und Dienstleistungen, die dort in einem Jahr hergestellt wurden. In Deutschland waren das 2010 fast zweieinhalb Billionen Euro. Pro Kopf gerechnet ist der Wohlstand in Deutschland damit 40mal höher als in Indien, etwas niedriger als in Frankreich und nur halb so hoch wie in Norwegen.
Doch reicht die Menge aller produzierten Waren aus, um den Wohlstand eines Landes zu messen? Was ist mit Lebensglück, mit sozialem Frieden, mit der Lebenserwartung, dem Zustand der Umwelt – und allen anderen Dingen, die nicht für Geld zu kaufen sind? Ökonomen streiten seit einiger Zeit darüber, welche Faktoren bei der Wohlstandsmessung eine Rolle spielen sollen. Lesen Sie dazu aktuelle Artikel aus ZEIT und Handelsblatt:
ZEIT ONLINE: Stanford-Studie: Besser als das BIP
Handelsblatt: "Die schwierige Kunst, den Wohlstand zu bemessen
Literatur zum Thema
Lehrbuch und Nachschlagewerk für Einsteiger ohne Vorkenntnisse:
"Grundzüge der Volkswirtschaftslehre"
Gregory Mankiw und Mark P. Taylor
Schäffer-Poeschel, 2008.
Geschichte des ökonomischen Denkens:
"Die großen Ökonomen: Leben und Werk der wirtschaftswissenschaftlichen Vordenker"
Artikelserie der Wochenzeitung Die Zeit,
Schäffer-Poeschel, 1996.
Zum Thema Globalisierung:
"Die Chancen der Globalisierung"
Joseph Stiglitz
Pantheon, 2008.
Expertenforum: im Dialog mit den Experten
Frage:
Ist die Neuverschuldung des Staates, die z.Zt. ca. € 3.000.- pro Sekunde beträgt, selbst bei 100%iger Vollbeschäftigung zurückzufahren auf Null?
Antwort:
"Generell gilt, dass Neuverschuldung und Arbeitslosigkeit meist zur gleichen Zeit steigen und fallen, da beide eng mit der konjunkturellen Lage zusammenhängen und ein Merkmal wirtschaftlicher Abschwünge sind. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit versuchen Regierungen meist, durch schuldenfinanzierte Staatsausgaben die Nachfrage künstlich zu steigern, um so wieder mehr Menschen in Arbeit zu bringen."
Die ausführliche Antwort finden Sie im ZEIT Akademie Expertenforum.

