Akademie-Brief LITERATUR

Elfriede Jelinek

Liebe Akademie-Teilnehmer,

ich begrüße Sie zu diesem Akademie-Brief. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe stehen Informationen, Artikel und Literatur über die Autorin Elfriede Jelinek.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr
Matthias Naß
Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie

Elfriede Jelinek und die Suche nach der weiblichen Sprache

„Wer hat Angst vor Elfriede Jelinek?“ fragt Anna Häusler in einem Aufsatz in Anlehnung an Edward Albees Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf" (1962). Eigentlich muss die Frage aber zunächst anders lauten: Wer ist Elfriede Jelinek?

Die österreichische Autorin zeigt sich medien- und öffentlichkeitsscheu einerseits und selbstinszenatorisch andererseits. In ihren Romanen stellt sie dem Leser Frauenfiguren vor, die ein scheinbar ähnliches Schicksal wie die Autorin selbst durchleben, weshalb die Texte oft als autofiktional gesehen werden. Sprachlich heben sich ihre Werke durch Montage-Techniken sowie einen provokanten bis blasphemisch-obszönen Stil hervor und lösten bereits zahlreiche Diskussionen aus.

Mit ihren politischen und mitunter auch österreichkritischen Äußerungen provozierte die Autorin in den letzten Jahren zunehmend die Öffentlichkeit und entfachte damit eine Kontroverse zwischen Gegnern und Verehrern. Letztere werden sie auch weiterhin als Sprachkünstlerin und Bereicherung der deutschsprachigen Literatur nach 1945 feiern.

Lesen Sie mehr über Elfriede Jelinek auf ZEIT ONLINE:

Zur Uraufführung von "Die Kontrakte des Kaufmanns"
Über prägende Männer in Jelineks Leben

Literatur zum Thema

„Lob der Oberfläche.
Zum Werk von Elfriede Jelinek"

Thomas Eder, Juliane Vogel
Fink Verlag, 2010

„Elfriede Jelinek.
Geschlecht, Sprache und Herrschaft"

Françoise Rétif, Johann Sonnleitner
Königshausen & Neumann, 2008

„Wussten Sie schon, dass…"

...der Film „Die Klavierspielerin“ nach der Romanvorlage von Elfriede Jelinek bei den Filmfestspielen in Cannes 2001 einige Preise gewann und mehrfach für weitere Preise nominiert wurde? Michael Haneke hatte Jelineks Werk für den Film zu einem Drehbuch umgearbeitet.

Sie selbst behauptet in „Im Lauf der Zeit", wegen all der Faktoren, die dabei zu berücksichtigen seien, kein Drehbuch schreiben zu können: „Ich würde schon an den ersten fünf Sekunden scheitern, denn ich verlange von einer Handlung, von Ereignissen, daß sie mich an der Hand nehmen und voranziehen, daß ich sozusagen nicht weiß, wo ich landen werde, ja, und das verlange ich, wie gesagt, nicht etwa daß ich es nur zuließe!”

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