Es besteht im menschlichen Körper eine neuronale Beziehung zwischen Innenohr (Gleichgewichtssinn) und Magen. Bei Drehschwindel (Karussell...) etwa kommt es häufig zu Erbrechen. Gibt es zu dieser Verknüpfung einen evolutiven Sinn? – W. Brinschwitz am 30.4.2012
Antwort
Heute vermutet man, dass Schwindel dann entsteht, wenn verschiedene Sinnesorgane wie Innenohr und Auge widersprüchliche Signale zur räumlichen Lage des Körpers an das Gehirn senden. Eine Theorie besagt, dass die Übelkeit, die bis zum Erbrechen reicht, eine evolutionäre Anpassung an das Schwindelgefühl ist. Viele Gifte lösen ähnliche Zustände im Gehirn aus wie Chaos im Gleichgewichtssystem. In solchen Situationen ist die Entledigung des Mageninhalts eine aktive Schutzmaßnahme für den Körper. Dass der Körper auch auf chronischen Schwindel mit Übelkeit reagiert, ist zusätzlich belastend, hat aber keine weitere Funktion. Sie ist nur ein Widerhall des körpereigenen Schutzprogramms, das uns vor giftiger Nahrung schützen soll.
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